EU-Netzwerkprojekt Frankfurt (Oder) und seine Partnerstädte

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Einführung PPP_Strukturen

Etablierung von Publik Privat Partnership als stadtinterne Netzwerke der beteiligten Partnerstädten und Festigung des übergreifenden Städtepartnerschaftsnetzwerkes

Kurz: Vernetzung PPP-Strukturen zwischen den Partnerstädten von Frankfurt (Oder)

Gefördert durch:

 

MULTI-ANNUAL PROJECTS
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FOR NETWORKS OF TWINNED TOWNS

Ziel des Projektes ist es, ein stadtinternes Netzwerk von an Städtepartnerschaft interessierten oder im Projektverlauf zu interessierenden Partnern, sowohl in Frankfurt (Oder) als auch in den beteiligten Partnerstädten aufzubauen. Diese bestehen aus Vertretern der Zivilgesellschaft (NGO´s, Institutionen, Organisationen, Serviceclubs), der öffentlichen Hand einschließlich der kommunalen Gesellschaften wie Kultur-, Bildungs- und Sporteinrichtungen, sowie von Wirtschaftsunternehmen und deren Interessenvertretungen (in Frankfurt/Oder insbesondere: IHK, HWK, BVMW, Hanseclub, Tourismusverein usw.). Die Verbindungen zu den beteiligten Partnerstädten sind so zu strukturieren, dass potentielle Partner eigene Kommunikationsstränge zwischen den Städten aufbauen können. Dabei wird schwerpunktmäßig die Kontaktanbahnung von Multiplikatoren unterstützt, die nach Projektabschluss die Bürgerbegegnungen im Rahmen der Städtepartnerschaften weiterhin entwickeln und unterstützen.

Als Multiplikatoren wurden identifiziert:

  • Animateure für Jugendbegegnungen
  • Fremdsprachenlehrer
  • Journalisten
  • Foto- & Videofreunde, organisiert in Vereinen, Arbeitsgemeinschaften, ...
  • Tourismusveranstalter
  • Kultur- & Sportmanager
  • Mitglieder von zu etablierenden Partnerschafts- Komitees
  • Für Städtepartnerschaften mitverantwortliche Verwaltungsangestellte, Führungskräfte und Abgeordnete
  • Dabei sind Produkte zu entwickeln, die über die Partnerstädte informieren und zu weiteren Aktivitäten anregen:
  • Eine Website mit EU- Domäne und eingeschlossener Datenbank, über alle für Partnerschaften relevanten Kontakte die zu allen beteiligten Städten verlinkt ist
  • Je eine Publikation über das Städtepartnerschaftsnetzwerk und das Eurocamp als Zentrum der städtepartnerschaftlichen Aktivitäten in Frankfurt (Oder)
  • Je eine DVD über den Projektverlauf von 2009 und 2010
  • Eine CD als digitale Dokumentation des Projektes und der beteiligten Städte

  • Das Projekt ist gründet auf zwei langjährige erfolgreiche Projektansätze multilateraler städtepartnerschaftlicher Veranstaltungen:

1. Die bisher neunjährige Tradition multilateraler Begegnungen im Rahmen des Sommercamps der Partnerstädte in der internationalen Begegnungsstätte Eurocamp, beim Helenesee am Rande von Frankfurt (Oder). Dieses Camp hat neben der internationalen Begegnung immer auch aktuelle europäische Themen behandelt. Dies soll auch im Projektzeitraum in einer noch deutlicheren Form fortgesetzt werden. Dazu werden zur Vorbereitung des Aufenthaltes Seminare mit den Animateuren der Partnerstadtdelegationen durchgeführt und zum Abschluss jeweils eine Konferenz einberufen, zu der neben den Campteilnehmern Verantwortliche aus den Partnerstädten, sowohl der Verwaltung wie auch der Zivilgesellschaft eingeladen werden. Im Ergebnis dieser Konferenzen sollen die Schlussfolgerungen verallgemeinert werden, damit sie für kommende Maßnahmen berücksichtigt werden können.

2. Städtepartnerschaftskonferenzen in Frankfurt (Oder) mit Auswertungsveranstaltungen in den Partnerstädten.

Das Projekt fördert sowohl bei den unmittelbar Beteiligten und bei den öffentlichen Partnern in allen Partnerstädten das Verständnis für die gemeinsame Verantwortung für die Europäische Union. Bürger/innen und Organisationen der Zivilgesellschaft werden dabei gründlich in die Überlegungen über die Zukunft Europas einbezogen. Dies erfolgt im Rahmen der Aktivitäten im Eurocamp, bei der Planung und Vorbereitung von Einzelmaßnahmen und bei den Projektbegleitenden Seminaren und Konferenzen.
Der Dialog der Netzwerkpartner wird erweitert durch Einbeziehung weiterer Partnerstädte aus Israel, Arizona und Belarus, was insbesondere das Verständnis und die Notwendigkeit der Grundwerte wie Menschenrechte, Toleranz, Solidarität, Kampf gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit vermittelt. Dem Vertrag von Lissabon wird hinsichtlich der Rolle der Bürger/innen, sowie der Zivilgesellschaft innerhalb des demokratischen Systems der Europäischen Union Rechnung getragen, indem das Zusammenwirken von Bürgerschaft, Verwaltung und Unternehmerschaft durch Etablierung von Publik Privat Partnership entwickelt wird. Der EU-Reformvertrag, der maßgeblich in der deutschen Ratspräsidentschaft zur Umsetzung gebracht wurde, wird in Gesprächsrunden mit für EU-Politik zuständigen Kommunal- und Landespolitikern behandelt.
Zu den Feierlichkeiten um den Europatag, dem 9. Mai, werden schwerpunktmäßig öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen organisiert und durch aktive Medienarbeit publiziert, womit die Herausbildung einer europäischen Identität aller Gesellschaftsteile und der europäische Integrationsprozess gefördert wird.

Aktive europäische Bürgerschaft: Beteiligung und Demokratie in Europa
Hauptinhalt des Projektes ist es, Bürger/innen und Organisationen der Zivilgesellschaft für die Gestaltung der städtepartnerschaftlichen Beziehungen in allen beteiligten Städten zu motivieren, um diese selbsttragend gestalten zu können. Im Selbstverständnis ist dies ein wichtiger Beitrag für eine europäische Bürgerschaft: es werden maßgeschneiderte Instrumente und Modelle für eine aktive Bürgerbeteiligung und den Aufbau Europas im Rahmen der städtepartnerschaftlichen Kontakte geschaffen. Durch Kommunikation, Kennen und verstehen Lernen anderer Kulturen und Problemstellungen, wird das Verständnis für die europäische Vielfalt und der Wille zu einvernehmlichen Lösungen im Sinne der europäischen Einigung erzeugt. Dabei werden die Themen aktive europäische Bürgerschaft, Beteiligung und Demokratie vorrangig behandelt.

Das vorliegende Projekt beinhaltet sowohl Bürgerbegegnungen bei denen europäische Themen behandelt und gelebt werden, als auch begleitende und vertiefende Konferenzen und Seminare. Die horizontalen Merkmale des Programms werden wie folgt berücksichtigt: Gemeinsames (gemischtes) miteinander Leben, Interessantes und Wissenswertes über sich und ihre Heimatstädte bzw. -länder kennen lernen, austauschen und dabei viel Neues erfahren. Jungen Menschen wird die Chance und die Erfahrung geboten, sich international und multikulturell zu betätigen und sich gleichzeitig persönlich weiterzuentwickeln. Jugendlichen werden dabei europäische Themen aktiv leben und erleben. So werden sie wirkliches Interesse an Europa entwickeln. Das gilt für unser Sommercampleben genauso wie für die Schaffung eines realistisch „vereinten“ Europas. Durch praktisches Leben und Erleben fördern wir die aktive Bürgerschaft der jungen Menschen. Auch für ein friedliches Campleben können und müssen Solidarität, Verständnis und Toleranz untereinander aktiv geübt und gelebt werden. Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz werden durch aktives positives Erleben der kulturellen Vielfalt nicht zugelassen (insbesondere die französische Gruppe wird aus sozial benachteiligten Bevölkerungsschichten mit Einwanderungshintergrund ausgewählt).

Das Prinzip der selbständigen Vorbereitung durch das Gastgeberteam, wird in Abstimmung mit den Teams aus den Partnerstädten in  Vorbereitungstreffen und anschließender Auswertungskonferenz mit Beteiligung von Verantwortlichen und Multiplikatoren aus den beteiligten Kommunen gewährleistet. Die Herausbildung der notwendigen interpersonellen, interkulturellen und sozialen Kompetenz, gewährleistet die transnationale Dimension des Projektes.

Die geplanten Maßnahmen sind nur deshalb realisierbar, weil es gelungen ist, ehrenamtlich Tätige Partner aus allen Bereichen für das Städtepartnerschaftsnetzwerk zu mobilisieren. Im Projektverlauf soll aber gerade dieser Teil ausgebaut werden, indem noch mehr Bürger positive Erfahrungen aus dem gelebten Miteinander europäischer Nationen ziehen und für weiteres Engagement motiviert werden. Daher wurde als Hauptziel die Etablierung von Publik Privat Partnership gewählt, um alle Sphären der Gesellschaft zu erreichen. Diese lokale Dimension wird transformiert und in den Partnerstädten ebenfalls lokal verbreitet. Dies gelingt insbesondere durch eine aktive Öffentlichkeitsarbeit, wie die Herstellung der Produkte: Homepage, DVD´s, CD, Publikationen und die Einbindung von Medienvertretern als Multiplikatoren.

Der sprachlichen Vielfalt der beteiligten Nationen wird dadurch Rechnung getragen, dass die Gastgeber und Betreuer mindestens deutsch oder englisch beherrschen müssen und bereit sind, die Kommunikation zu unterstützen. In der bisherigen Praxis hat sich erwiesen, dass sich die Teilnehmer immer verständigen konnten und dabei neben deutsch und englisch auch die vorhandenen russisch- Kenntnisse hilfreich waren. Französisch, polnisch und finnisch war bisher kaum Sprachgut der Teilnehmer. Die Herausforderung des sich Verstehen Müssens hat große Potentiale freigesetzt. Der kulturellen Vielfalt wird durch Länderabende mit Kultur- und Kochprogrammen, Fotoausstellungen und Arbeiten an gemeinsamen Multimediaanwendungen Rechnung getragen.

Die bisherige positive Erfahrung, Amateurfotografen aus allen beteiligten Städten als Dokumentator einzubeziehen, soll nun auf Workshops in den Partnerstädten ausgedehnt werden. Dabei sollen aber auch andere Medien wie Film und Reportage berücksichtigt werden. Im Ergebnis entstehen Ausstellungen und Materialien für die im Projekt zu erarbeitenden Produkte. Der Mittelpunkt liegt neben dem Portrait der Städte, vor allem der Mensch in seinem städtischen Umfeld und besonders im transnationalen Kontext. Die Fotografen gestalten für das Sommercamp Workshops und Ausstellungen und unterstützten die gegenseitige Vorstellung der Partnerstädte. Die Vorstellung der Partnerstädte auf Messen, zu Fotoausstellungen und bei Veröffentlichungen dient der Willensbildung für weitergehende Bürgeraktivitäten (auch touristischer Natur) in den Partnerstädten. Die Kultur- und Sportorganisatoren führen Workshops mit ihren Partnern durch, erleben gemeinsam funktionierende Beispiele grenzüberschreitender Kultur- und Sportveranstaltungen und bereiten die Einbeziehung des gesamten Netzwerkes für künftige Veranstaltungen vor.

Die Koordinierung des Managements erfolgt durch den Projektverantwortlichen, Herrn Klaus Baldauf, unterstützt durch seine Mitarbeiterin Frau Bettina Horn, die insbesondere die organisatorischen und finanziellen Abläufe koordiniert.

Die Verantwortung für die Einzelmaßnahmen ist unter den im Netzwerk verbundenen Organisationen aufgeteilt:

Die im Eurocamp stattfindenden Bürgerbegegnungen werden durch die Geschäftsführung der pewobe gem. GmbH und der Leitung der internationalen Begegnungsstätte Eurocamp koordiniert. Diese sichert durch Betreuung und Beratung des Gastgeberteams, durch die gemeinsame Vorbereitung und organisatorisch- technische Absicherung des Veranstaltungsablaufes die ordnungsgemäße Durchführung entsprechend der Projektvorgaben ab. Täglich erfolgt eine Teamerberatung mit Auswertung des Tages und Vorbereitung des Folgetages. Der Projektmanager hält engen Kontakt und nimmt an den wichtigsten Teamerberatungen und Veranstaltungen bei der Vorbereitung und Durchführung des Sommercamps teil. Die Bürgerbegegnung bei der Fanfarengarde erfolgt unter Regie des Leiters der Fanfarengarde.

Die Bürgerbegegnung in Slubice wird unter der Regie der Verwaltung des kommunalen Sport- und Erholungskomplexes OSIR abgesichert. In Vorbereitung und Durchführung erfolgt eine enge Zusammenarbeit sowohl mit der Partnerschaftsverantwortlichen der Stadt Slubice, wie auch mit dem Projektkoordinator.

Während der Bürgerbegegnungen werden schwerpunktmäßig gemeinsame Seminare zu europarelevanten Themen, Workshops in den Bereichen Kunst, Kultur, Fotografie, Multimedia, Beschäftigung, handwerkliche Fähigkeiten und Beschäftigung mit dem kulturellen Erbe gepflegt. Dabei wird Wert auf die Nutzung von Produkten aus bisherigen Städtepartnerschaftsprojekten gelegt, wie z.B. Broschüren der Partnerstädte, interaktive CD und Städtespiel „Europäischen Doppelstadt Frankfurt (Oder)- Slubice mit Blick auf die Partnerstädte“ sowie die im Projektzeitraum erstellten Materialien.
Die Motivation externer Organisationen und interessierter Bürger zur Beteiligung an der Städtepartnerschaftsbewegung wird mit Hilfe dieser Materialien unterstützt, gleichzeitig wird durch die strategische Einbeziehung der lokalen Medien von Presse, Rundfunk und Fernsehen die Bereitschaft und das Interesse an der Beteiligung bei partnerschaftlichen Aktionen gefördert.

 

Die Organisation der Konferenzen und Workshops erfolgt in Verantwortung des lokalen Projektkoordinators in Abstimmung mit dem Projektkoordinator des Leadpartners.

Die Technische Absicherung der Maßnahmen sieht folgendermaßen aus: Workshops erfolgen unter Moderation des Projektmanagers; Präsentation auf der Grundlage der Frankfurter Städtepartnerschafts-Konzeption, Darstellung der spezifischen Schwerpunkte, Einbeziehung externer Kompetenz (Referenten sollen aus allen Partnerstädten akquiriert werden), Diskussion

Konsekutiv-Dolmetschen (in der Regel verstehen die Städtepartnerschaftsverantwortlichen zwei Fremdsprachen, so dass nur Dolmetschen bei komplizierten Sachverhalten notwendig ist (studentische Hilfskräfte)

Konferenzen: externer Moderator, Referenten aus den Partnerstädten und externe Experten,. Diskussionsbeiträgen und Diskussion; Nutzung von Power- Point Präsentationen, Simultanübersetzung sowie ggf. Begleitdolmetschen Integration von Workshops & bzw. Werkstätten, Gestaltung von Ausstellung, Partnerschaftsprogramme sowie Kennlern-Programme der Stadt und wichtiger Einrichtungen.

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