EU-Netzwerkprojekt Frankfurt (Oder) und seine Partnerstädte

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Bericht Europarat 2009

 

Internationale Zusammenarbeit der Stadt Frankfurt (Oder) mit Schwerpunkt gemeinsamer grenzübergreifender Aktivitäten mit der polnischen Nachbar- und Partnerstadt Slubice im Jahr 2009

Als lokaler Partner von Slubice ist Frankfurt (Oder) an einem URBACT- Projekt beteiligt, dessen Leadpartner die MOT (Mission Opérationnelle Transfrontalière mit Sitz in Paris)  ist. Ziel des Projektes ist es, gemeinsame Strukturen zu entwickeln und Konzepte für eine nachhaltige Entwicklung der Städte zu erarbeiten. Frankfurt und Slubice können hierbei von anderen Grenzstädten lernen, um die Grenzlage für die wirtschaftliche Entwicklung zu nutzen und die gemeinsame Identität zu stärken. Ergänzend zu den vielfältigen kommunalen Kontakten arbeiten lokale Arbeitsgruppen unter der Leitung eines Steering Committees von Repräsentanten beider Verwaltungsspitzen.

 
Im Rahmen dieses Projektes fand im Juni in Slubice die dreitägige „ Frankfurt-Slubicer Zukunftskonferenz“ statt, auf der rund 200 Polen und Deutsche gemeinsam Ideen entwickelt haben, wie sich die Nachbarstädte bis zum Jahr 2020 entwickeln können. In deren Ergebnis kam man überein, gemeinsam einen „Frankfurt-Slubicer Handlungsplan 2010-2020“ zu erarbeiten. Ziel ist die weitreichende Zusammenarbeit der beiden Städte, bis hin zu einer gemeinsamen Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklungsplanung. Ein entsprechender Beschluss zur Erarbeitung des Planes wurde auf der 13. gemeinsamen Stadtverordnetenversammlung der Abgeordneten von Frankfurt (Oder) und Slubice gefasst. Im April 2010 soll dieser Plan dann der gemeinsamen Stadtverordnetenversammlung zur Beschlussfassung vorgelegt werden.
Für die Zusammenarbeit beider Städte, vor allem im Kontext der Zukunftskonferenz, wurden Frankfurt (O) und Slubice im Oktober mit dem Selbstverwaltungspreis der „Stiftung für Deutsch-Polnische Zusammenarbeit“ ausgezeichnet.
Mitarbeiter beider Stadtverwaltungen habe in diesem Jahr in unterschiedlichen gemeinsamen Projektarbeitsgruppen gearbeitet, in denen Projekte erarbeitet und befördert werden, die für beide Städte von Bedeutung sind. Der aktuelle Stand der Arbeit in diesen Arbeitsgruppen ist auch Thema der regelmäßigen Beratungen der Bürgermeister und der Leitungsgremien beider Städte.
Die Zusammenarbeit im Rahmen des URBACT-Projektes steht auch auf der Tagesordnung der einmal im Quartal stattfindenden Beratung des gemeinsamen Ausschusses für Europäische Integration der Stadtverordnetenversdammlungen von Frankfurt (O) und Slubice. Der Frankfurter und der Slubicer Co-Vorsitzende des Ausschusses  nahmen im Rahmen des Projektes im März gemeinsam an einer Beratung im portugiesischen Chaves teil und berichteten über ihre Erfahrungen in der Zusammenarbeit.
 
Bei den OPEN Days in Brüssel im Oktober wurden in zwei Referaten aus Frankfurt (Oder) und Slubice die Erfahrungen in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit und die bisherigen Ergebnisse im Rahmen des URBACT-Projektes vorgestellt.
 
Auf der Grundlage der Erfahrungen städtepartnerschaftlicher Netzwerkarbeit hat die Stadt Frankfurt (Oder) als Leadpartner gemeinsam mit den Partnerstädten Slubice und Gorzow (Polen), Vantaa (Finnland), Nîmes ( Frankreich) und Heilbronn unter Hinzuziehung des mehrjährigen bulgarischen Partners Vratsa im Rahmen des Europäischen Bürgerschaftsprogramms TOWN TWINNING MULTI-ANNUAL PROJECTS FOR NETWORKS OF TWINNED TOWNS einen Projektantrag „Vernetzung PPP-Strukturen zwischen den Partnerstädten von Frankfurt (Oder)“ eingereicht und ist als eines von 10 Projekten in Europa zur Förderung ausgewählt worden.  Das Projekt besteht aus verschiedenen Teilprojekten, die innerhalb der nächsten beiden Jahre realisiert werden
Die Eröffnungsveranstaltung für dieses Projekt fand im Zusammenhang mit der Tourismusmesse in Frankfurt (Oder) Ende Januar statt. Daran nahmen Vertreter aus Vantaa, Slubice, Gorzów und Witebsk teil.
Das Internationale Fotopleinair „Panoderama“, an dem im Juni Fotografen aus Frankfurts Partnerstädten teilnahmen, ist ebenfalls Teil des Projektes. Die Fotografen haben in einem 24-Stunden-Fotoshooting Bilder zu unterschiedlichen Themen gemacht. Das Motto war „Menschen im Dialog“. Die Ergebnisse der Arbeit wurden dann in einer Fotoausstellung im Frankfurter Rathaus gezeigt.
Auch das Sommercamp der Partnerstädte und eine internationale Jugendkonferenz mit jeweils rund 100 Teilnehmern aus allen Partnerstädten von Frankfurt fanden im Rahmen des Projektes statt. Jugendliche aus Heilbronn, Slubice, Gorzów, Nîmes, Vantaa, Witebsk und dem bulgarischen Vratsa, verbrachten unter dem Motto: "Wir reißen Mauern ein“ unvergessliche Tage in Frankfurt. In den zwei ereignisreichen Wochen lernten sie sich kennen und erfuhren viel über andere Jugendliche, deren Anschauungen, Kulturen und Heimatländer. In interkultureller Atmosphäre erprobten sich die Teilnehmer beim gemeinsamen Gestalten und Erleben der zahlreichen Höhepunkte immer wieder aufs Neue. Sie demonstrierten europäisches Bewusstsein in friedlicher Koexistenz auf hohem Niveau und das in beispielhafter Art und Weise. Sie gestalteten demokratische Prozesse selbst und erlebten diese hautnah. Von neuer Qualität war das systematisch und umfassend vorbereitete deutsch-polnische Gastgeberteam, welches in hoher Qualität das Camp managte und die ausländischen Jugendlichen umfassend betreute.
Im Projektverlauf ist vorgesehen, auch mit Vratsa eine Städtepartnerschaft abzuschließen; eine beidseitige Willenserklärung der Bürgermeister wurde bereits Anfang des Jahres unterzeichnet. Inzwischen liegt auch ein zustimmender Beschluss von beiden Stadtparlamenten vor. Ende Oktober reiste eine Frankfurter Delegation, der auch Vertreter der polnischen Partnerstädte Slubice und Gorzów angehörten, nach Vratsa, um die Vereinbarung über Städtepartnerschaft zu unterzeichnen. Dabei wurde auch über Möglichkeiten der weiteren Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen gesprochen.
 
Frankfurter und Slubicer Abgeordnete und Verwaltungsmitarbeiter haben sich in diesem Jahr wieder zu einer gemeinsamen Jahresabschlussveranstaltung getroffen, die diesmal auf der polnischen Seite stattfand. Ziel war vor allem, die zwischenzeitlich entstandenen Kontakte auf dienstlicher und privater Ebene weiter zu festigen.
 
Mit den polnischen Nachbargemeinden erfolgt seit längerem die Beteiligung an den Planverfahren. Auch die Slubicer Nachbarn informieren uns über ihre Planvorhaben.
 
Die Slubicer Kollegen laden regelmäßig zu wichtigen staatlichen und kulturellen Veranstaltungen in ihrer Stadt ein.
So nahm eine offizielle Vertretung der Stadt Frankfurt (Oder) an den Feierlichkeiten anlässlich des 70. Jahrestages des Ausbruchs des Zweiten Weltkrieges und am 11. November am Gottesdienst zum 91. Jahrestag der Erringung der Nationalen Unabhängigkeit in Slubice teil.
Der Slubicer Bürgermeister wiederum war in Frankfurt (Oder) Gast bei der Festveranstaltung anlässlich des Tages der Deutschen Einheit.
Eine zahlenmäßig starke Vertretung aus Slubice unter Leitung des Bürgermeisters nahm an der feierlichen Enthüllung der letzten Fensterscheiben der Frankfurter Marienkirche teil.
 
Besonders vielfältig waren in diesem Jahr wieder die grenzüberschreitenden Aktivitäten auf kulturellem Gebiet.
 
Seit vielen Jahren gestalten Słubice und Frankfurt (Oder) zusammen ihre Geschicke mit dem Blick auf die europäische Entwicklung. Im gemeinsamen Interesse und in guter Kooperation rücken beide Städte enger zusammen. Das wird von den Menschen hier vor Ort aber auch überregional verstärkt wahrgenommen. So fand nun in diesem Jahr endlich wieder das Stadtfest in beiden Städten zur gleichen Zeit und unter dem gemeinsamen Titel "Bunter Hering – Swawolny Kogucik“ statt. Von Freitag bis Sonntag besuchten mehr als 100.000 Menschen zu beiden Seiten der Oder die vielen Veranstaltungen.
 
Anlässlich des diesjährigen Stadtfestes hat der deutsch-polnische Verein „Slubfurt“ sein erstes gemeinsames Bürgerparlament für Frankfurt (Oder) und Slubice gewählt. An der Wahl haben sich 53 % der Slubfurter beteiligt. Zur Wahl standen sieben „Parteien“ und ein Einzelbewerber. Voraussetzung für die Gründung der Slubfurt-Parteien war, dass Deutsche und Polen darin zusammenarbeiten. Die meisten Stimmen erhielt die Partei „Laboratorium Slubfurt Party“, deren Motto „Dein Leben ist ein Kunstwerk – Twoje życie to dzieło sztuki” lautet.
 
Seit 2 Jahren gibt es den seit einigen Jahren monatlich für Frankfurt (Oder) erscheinenden Veranstaltungskalender „FreiZeit“ auch mit Veranstaltungshinweisen in polnischer Sprache. 1.000 Exemplare werden monatlich in Slubice verteilt und die Slubicer Veranstaltungen werden auch auf der Internetseite der Publikation veröffentlicht.
 
Im März fanden die 44. „Musikfesttage an der Oder“ statt. Die 25 Veranstaltungen unter dem Motto „Wanderungen“ wurden von insgesamt 5.600 Zuhörern besucht. Es gab 8 Veranstaltungsorte zu beiden Seiten der Oder. Dazu zählte auch ein (kostenloses) Konzert in der Frankfurter Bahnhofshalle.
 
Im November fand bereits zum sechsten Mal in Frankfurt (O) und Slubice das Festival „transVOCALE“ statt, ein europäisches Festival für Lied und Weltmusik, das gemeinsam vom Frankfurter Kleist-Forum und dem Slubicer Kulturhaus veranstaltet wurde. Dabei traten Sängerinnen und Sänger, Bands und Ensembles aus aller Herren Länder eine dreitägige musikalische Weltreise an und begeisterten das Publikum in beiden Städten.
 
An der Frankfurter Musikschule gibt es mehrere deutsch-polnische Projekte. Das sind neben dem deutsch-polnischen Jugendorchester, die deutsch-polnische Bigband und deutsch-polnische Streicher-, Gitarren- und Akkordeonensembles. In Zusammenarbeit mit der Slubicer Musikschule fanden die Internationalen Gitarrentage statt. Diese werden seit 2004 sehr erfolgreich in beiden Städte durchgeführt und finden großen Anklang in der Region.
Das deutsch-polnische Jugendorchester, ein Kooperationsprojekt mit der Musikschule Zielona Góra, zeichnet sich durch vielfältige Konzertaktivitäten aus. Neben vielen Auftritten in Deutschland und Polen findet alljährlich ein gemeinsames Probenlager statt.
 
Im Frankfurter Museum Junge Kunst wurde 2009 zwei Monate lang in Zusammenarbeit mit der Galerie BWA Zielona Góra eine Ausstellung mit Werken der polnischen Gegenwartskunst gezeigt.
 
Die Frankfurter Volkshochschule arbeitet seit vielen Jahren mit dem Slubicer Kulturhaus SMOK zusammen. 2003 wurde eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen, die die gemeinsame Planung und Durchführung von Sprachkursen, die Zusammenarbeit bei grenzüberschreitenden Kunst- und Kulturprojekten und die zukünftige Erweiterung der Angebotsstruktur beider Einrichtungen für deutsch-polnische Kurse / Veranstaltungen beinhaltet.
Grundsätzlich ist das Angebot der Volkshochschule für polnische Bürger offen. Es wird im Bereich „Deutsch als Fremdsprache“ aktiv genutzt, die Kurse hier sind für polnische Nutzer generell ermäßigt.
 
Die Stadt- und Regionalbibliothek Frankfurt (O) arbeitet seit mehreren Jahren mit der Slubicer Stadt- und Gemeindebibliothek und auch mit der Bibliothek des Collegium Polonicum in Slubice zusammen. Ca. 60 Nutzer aus Polen sind in der Frankfurter Bibliothek als Leser angemeldet.
Die Kinderbibliothek der Stadt- und Regionalbibliothek hat in diesem Jahr in Zusammenarbeit mit dem Friedrich-Bödecker-Kreis im Land Brandenburg e.V. wieder ein Projekt mit deutschen und polnischen Kindern durchgeführt. Erstmals waren es 20 Vorschulkinder von beiden Seiten der Oder, die am gemeinsamen deutsch-polnischen Projekt teilnahmen. Im Ergebnis der Arbeit entstanden 20 Büchlein, in denen in deutscher bzw. in polnischer Sprache mit vielen lustigen Stempelbildern eine kleine Geschichte erzählt wird.
Die Stadt- und Regionalbibliothek Frankfurt hat im Oktober eine Kooperationsvereinbarung mit der Bibliothek der Europa Universität „Viadrina“, der Bibliothek des Collegium Polonicum in Slubice und der Stadtbibliothek Slubice abgeschlossen. Zwar gibt es schon seit vielen Jahren gute Kontakte mit positiven Ergebnissen zwischen den vier Bibliotheken, aber die Kooperationsvereinbarung soll helfen, eine auf Dauer angelegte systematische Partnerschaft nicht nur fortzuführen, sondern weiter zu intensivieren.
Seit 1994 unterhält die Bibliothek Kontakte zum Amerika-Haus der US-Botschaft, die immer weiter intensiviert werden. So stellte die Botschaft in diesem Jahr in einer öffentlichen Veranstaltung das Zeitzeugenprojekt „Ungeteilt. Begegnung mit Amerika“ vor.
 
Der Knabenchor der Frankfurter Singakademie weilte in diesem Jahre zu einer einwöchigen Konzertreise in der russischen Stadt Konakowo an der Wolga. Neben drei ausverkauften Konzerten standen Besichtigungen von Museen und Ausflüge auf dem Besuchsprogramm.
 
Unter Anleitung von Mitgliedern der Frankfurter Fanfarengarde erlernen seit Januar 2006 Slubicer Kinder ein Instrument. Seit Februar 2006 gibt es eine Majorettengruppe, in der Mädchen zwischen 9 und 16 Jahren aus Slubice und Frankfurt (O) gemeinsam tanzen.
Im Sommer reisten 40 Mitglieder der Fanfarengarde ans Mittelmeer und die Adria. Dort feierten sie bei ihren Auftritten regelrechte Triumphe. Sie gaben sieben Konzerte in verschiedenen Orten
 
Im Rahmen der diesjährigen Kleist-Festtage wurde vor dem Frankfurter Rathaus der erste Teil eines deutsch-polnischen Chortheaterprojektes aufgeführt. Das Projekt läuft über drei Jahre und wird seinen großen Abschluss im Kleistjahr 2011 finden. Aufführende waren 300 Frankfurter und Slubicer Musikschaffende und Bürger, die viel Beifall für ihre Darbietungen erhielten.
 
Anlässlich des 250. Jahrestages der historischen „Schlacht bei Kunersdorf“, dem heutigen Kunowice in unserer polnischen Partnergemeinde Slubice, fanden zu beiden Seiten der Oder zahlreiche Gedenkveranstaltungen statt. Die Schlacht bei Kunersdorf zählt zu den größten des Siebenjährigen Krieges. Dazu fand in Kunowice eine Nachstellung der historischen Schlacht statt, an der Interessierte aus Deutschland und Polen mitwirkten.
Bei der Schlacht wurde der Dichter Ewald von Kleist tödlich verwundet. Anlässlich seines 250. Todestages fand in Frankfurt eine wissenschaftliche Tagung statt, an der renommierte Wissenschaftler aus Europa und den USA teilnahmen. Zu den Begleitveranstaltungen gehörte auch eine Exkursion zum einstigen Schlachtfeld.
 
Das deutsch-polnische Theaterfestival „UNITHEA“ wurde in diesem Jahr wieder von den Studenten der Europa Universität organisiert und hatte in den drei Tagen mehr als 1.300 Besucher.
 
Frankfurt (O) als Sportstadt hat vielfältige Aktivitäten auf sportlichem Gebiet aufzuweisen.
 
Am 19. Sport- und Familienfest der Frankfurter Sportunion der Frankfurter Sportunion im März nahmen Hunderte sportinteressierte Eltern und Kinder teil, darunter wieder Kinder aus Slubice. Frankfurter Sportler sind regelmäßige Teilnehmer bei Slubicer Sportmeetings, wie z.B. an den traditionellen Läufen zum Tag der Unabhängigkeit, und Frankfurter Einwohner nutzen den neuen Golfplatz in Slubice.
 
Ende Mai fand im Frankfurter Stadion wiederum die Veranstaltung „Fit für die Schule“ statt, bei der sich 400 Frankfurter und Slubicer Vorschulkinder zu Sport und Spiel trafen.
 
Auch die Verwaltungsmitarbeiter der Städte Frankfurt (Oder) und Slubice, des Kreises Slubice und der Feuerwehren beider Städte trafen sich wieder zum traditionellen Fußballspiel, das seit Jahren abwechselnd in Frankfurt (Oder) und Slubice ausgetragen wird. In diesem Jahr war Slubice der Gastgeber des Turniers.
 
Auf Einladung des Kreisverbandes des Deutschen Roten Kreuzes fand in Frankfurt (Oder) unter dem Motto „Wir helfen grenzenlos – Pomagamy bezgranicznie“ ein Volleyballturnier der Hilfsorganisationen der Städte Frankfurt (Oder) und Slubice statt, an dem 11 Mannschaften teilnahmen. Dazu gehörten die Frankfurter und die Slubicer Feuerwehr, die DRK-Wasserwacht, die Polizeiwache und das Ordnungsamt aus Frankfurt. Ziel der Veranstaltung war es, das Kennenlernen der Mitarbeiter der einzelnen Organisationen und Behörden mit Hilfe des Sportes aufzubauen und zu festigen. 
 
Im September fanden zum fünften Mal die Sportspiele der Jugend der Grenzstädte in Frankfurt (O) und Slubice statt. Diese Spiele sind inzwischen zu einem festen Bestandteil im Sportkalender beider Städte geworden. Ideengeber für diese dreitägige sportliche Veranstaltung war der gemeinsame Kultur- und Sportausschuss der Stadtverordnetenversammlungen von Frankfurt (O) und Slubice. Es gab Wettkämpfe in der Leichtathletik, im Fußball und im Tischtennis. Die Jüngsten – im Alter von 6 Jahren – maßen ihre Geschicklichkeit bei Staffelspielen. Auch Power-Biking gehört seit vergangenem Jahr mit zum Programm. Die feierliche Eröffnung der Spiele fand wiederum im Slubicer Stadion statt.
In Vorbereitung der Sportspiele trafen sich Frankfurter und Slubicer Verwaltungsmitarbeiter und Abgeordnete zu einem gemeinsamen Bowlingabend, bei dem neben den sportlichen Aktivitäten auch das persönliche Kennenlernen auf der Tagesordnung stand.
 
Frankfurter Schulen haben vielfältige Kontakte zu Partnerschulen in anderen Ländern, mit denen auch in diesem Jahr wieder gemeinsame Projekte realisiert wurden:
·         Die Grundschule Mitte in Frankfurt (Oder) unterhält seit Jahren partnerschaftliche Be-
ziehungen mit den Schulen Nr. 1 und 3 aus Slubice. Mit der Schule Nr. 1 besteht ein Kooperationsvertrag. Eine Besonderheit der Schule ist, dass die Schüler ab der Jahrgangsstufe 1 neben der englischen auch zusätzliche die polnische Sprache erlernen können. (weitere Informationen s. Anlage)
 
·         Seit 1997 gibt es bereits eine Schulpartnerschaft zwischen der Frankfurter Hutten-Gesamtschule und einer Schule in Ziguinchor in der Republik Senegal. In diesem Jahr war erneut eine Delegation aus dem Senegal in Frankfurt zu Gast.  
Die Schule arbeitet im Comenius-Verbund mit. Hier gibt es auf Projektbasis eine Zusammenarbeit mit Schulen z.B. in Spanien, Frankreich und Nordirland.
 
·         Seit 2004 gibt es zwischen dem Frankfurter Oberstufenzentrum I und dem Gorzower Oberstufenzentrum der Wirtschaftsschulen eine Schulpartnerschaft. In diesem Jahr fanden mehrere Begegnungen zwischen den Schülern und Lehrern beider Einrichtungen statt.
·         Seit 1999 gibt es das Schulprojekt „Biulding Bridges“ (s. Anlage), in dem deutsche, polnische und israelische Schüler und Lehrer arbeiten und das damit in diesem Jahr sein 10-jähriges Bestehen feiert. Aus diesem Anlass stellte es sich im September auch bei der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ in Berlin vor. In den 10 Jahren wurden 20 Begegnungen inhaltlich gestaltet – in jedem Jahr zwei. Im Januar waren Gäste aus Israel in Frankfurt und Slubice zu Gast. Im Mai erfolgte dann der Gegenbesuch in Israel. Aus dem Projekt sind in den Jahren neun Jugendliche für ein soziales Jahr nach Israel gegangen. Sie wollten noch mehr Erfahrungen sammeln, als im Projekt möglich war.
Seit zwei Jahren ist dieses Schulprojekt am Konrad-Wachsmann-Oberstufenzentrum in Frankfurt (Oder) angesiedelt, da der bisherige Träger, das Friedrichs-Gymnasium, aufgelöst wurde.  
Das Oberstufenzentrum unterhält seit 2002 auch eine Zusammenarbeit mit dem Berufslyzeum im französischen Brest. Hier erfolgen ein Austausch und ein Praktikum für auszubildende Köche, Hotel- und Restaurantfachleute.
 
·         Seit 1992 funktioniert das deutsch-polnische Schulprojekt in Frankfurt: 103 Mädchen und Jungen aus Polen lernen z.Zt. am Karl-Liebknecht-Gymnasium. Die Schüler werden in der 10. Klasse aufgenommen und erwerben nach vierjähriger Ausbildung die allgemeine Hochschulreife. Dem Charakter des Projektes trägt zweisprachiger Unterricht in einigen Fächern, z.B. in Kunst und Musik, Rechnung. Das herkömmliche deutsch-polnische Schulprojekt (gemeinsames Lernen deutscher und polnischer Schüler in den Jahrgangsstufen 10 bis zum Abitur in der Jahrgangsstufe 13) wird seit 2005 mit einer erweiterten Basis in der Sekundarstufe I versehen. Dazu erfolgt in den Jahrgangsstufen 7 – 9 eine enge Zusammenarbeit mit dem Partnergymnasium in Slubice.
Das Karl-Liebknecht Gymnasium unterhält im Rahmen der UNESCO-Arbeit und als COMENIUS-Schule partnerschaftliche Beziehungen zu Schulen in Polen, Belarus, Großbritannien, Schweden und Frankreich: So empfingen die Schüler in diesem Jahr wieder 25 Schüler und Lehrer des Gymnasiums Nr. 1 der belorussischen Partnerstadt Witebsk. Diese Kontakte bestehen seit 1995. Regelmäßig gibt es hier gegenseitige Besuche. Auf diese Weise sind schon viele Freundschaften zwischen den Schülern und auch den Lehrern entstanden.
 
·         2008 begann das Frankfurter Gauß-Gymnasium einen Austausch mit den Colléges aus Langeac und aus Saugues aus der Auvergne (Frankreich). Damals weilten Schüler des Gauß-Gymnasiums zum ersten Mal in Frankreich. Im Mai kamen 26 junge Franzosen zu einem neuntägigen Besuch nach Frankfurt. Es gab gemeinsamen Unterricht und viele gemeinsame Unternehmungen. Die Schüler waren in Gastfamilien untergebracht, die mit viel Einfallsreichtum ihren Gästen die Region näherbrachten. Im Juni waren dann 33 Achtklässler des Gauß-Gymnasiums zum Gegenbesuch in der Auvergne.
Schüler des Gymnasiums nahmen an den Vorrunden zu Internationalen Olympiaden in den Fachbereichen Physik, Chemie, Biologie und Mathematik teil.
Alle Schüler der Schule nehmen am Wettbewerb „Känguru“ teil (ein mathematischer Multiple-Choice-Wettbewerb für mehr als 5,5 Mio Teilnehmer in vielen europäischen und außereuropäischen Ländern).
 
·         Im Rahmen der Zusammenarbeit mit der französischen Partnerstadt Nîmes wurde 2008 ein Schüleraustausch zwischen dem Frankfurter Karl-Liebknecht-Gymnasium und dem Gauß-Gymnasium sowie dem Lycée „Philippe Lamour“ in Nîmes begonnen. In diesem Jahr waren die französischen Schüler bereits zum zweiten Mal zu Gast bei ihren Frankfurter Partnern und die Frankfurter Schüler besuchten im Oktober die Partnerschule in Nimes.
 
·         Die Frankfurter Heinrich von Kleist-Oberschule unterhält seit 2007 einen engen Briefkontakt mit dem Collège Sacré Coeur aus dem französischen Thonon-les-Bains im Südosten Frankreichs. Im Februar war die Französischklasse der neunten Jahrgangsstufe der Kleist-Oberschule in Thonon. Im April erfolgte der Gegenbesuch der jungen Franzosen in der Oderstadt. 
 
·         Das Überbetriebliche Ausbildungszentrum Bauwirtschaft (ÜAZ) Frankfurt (Oder) unterhält vielseitige Kontakte mit ausländischen Partnern in Polen, Tschechien, Lettland, Russland, Rumänien, Bulgarien und Norwegen.
So absolvierten 15 Fachlehrer aus Tschechien eine siebentägige berufliche Weiterbildung im ÜAZ.
15 Bauleiter aus Belarus nahmen an einem anderthalbwöchigen Seminar in Frankfurt (Oder) teil.
Seit vielen Jahren besteht eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Überbetrieblichen Ausbildungszentrum Bauwirtschaft Frankfurt (O) und der Baufachschule in Gorzów (Polen) und dem Berufscollege der belorussischen Partnerstadt Witebsk.
Im November fand für Studenten des Staatlichen Colleges Kaliningrad ein Praxisworkshop zur Pflege und Erhaltung ostpreußischer Baukultur in Kaliningrad statt. Die Studenten erwarben durch Vorträge, Fachexkursionen und handwerkliches Training in drei Wochen ausgewählte Fachkompetenz für die Denkmalpflege und Restaurierung.
 
 Auch die Zusammenarbeit zwischen den vier Slubicer Kitas und Frankfurter Kindertagesstätten ist sehr umfangreich und besteht größtenteils schon seit vielen Jahren.
 
·         Seit dem Jahr 2000 besteht die Eurokita „Oderknirpse“ in Frankfurt, die über 54 Plätze verfügt – 34 für deutsche und 20 für polnische Kinder. Das Projekt als solches existiert seit 1997. Hier geht es darum, Kinder aus beiden Ländern gemeinsam aufwachsen zu lassen. Träger der Kita ist ein Verein. Das Interesse der Eltern, ihre Kinder in dieser Einrichtung unterzubringen, ist groß. Die Warteliste ist lang. Das war auch ein Grund dafür, dass Slubice sich entschieden hat, in einer geplanten Kita auch deutsche Kinder aufzunehmen.
 
·         Die Kita „Regenbogen“ hat seit 2005 regelmäßige Kontakte mit der Kita Nr. 4 in Slubice. Es werden gemeinsame Spielstunden, Projekte und Veranstaltungen durchgeführt. Die Mitarbeiter tauschen sich fachlich aus.
 
·         Die Frankfurter Kitas „Bambi“ und „Kinderland am Park“ unterhalten seit 1992 enge Verbindungen zum Slubicer Kindergarten „Jarzębinka”. Kinder der älteren Kindergartengruppen treffen sich monatlich in Slubice oder Frankfurt. Die Kinder nehmen gemeinsam an deutsch-polnischen Projekten teil, wie z.B. am letzten Projekt der Frankfurter Kinderbibliothek.  
 
In diesem Jahr feierte die deutsch-polnische Seniorenakademie ihr neunjähriges Bestehen. Monatlich finden Vorträge abwechselnd auf der deutschen und auf der polnischen Seite zu interessanten Themen statt. Besucher der Vorlesungen sind nicht nur Senioren aus beiden Städten und dem Umland, sondern auch interessierte Bürger beider Städte.
Alljährlicher Höhepunkt für die Senioren ist das deutsch-polnische Seniorensportfest, das in diesem Jahr bereits zum 15. Mal stattfand. Im Slubicer Stadion trafen sich 250 deutsche und polnische Senioren, um gemeinsam einen geselligen Nachmittag bei Sport und Kaffee und Kuchen zu verbringen.  
Einmal im Monat treffen sich deutsche und polnische Seniorinnen aus Frankfurt (O) und Slubice – ehemalige Lehrerinnen - zum gemeinsamen Sprachenlernen. Mindestens ebenso großen Wert legen sie aber auch darauf, mit dem jeweils anderen Land und seinen Bewohnern in Kontakt zu kommen. So unternehmen sie auch regelmäßige gemeinsame Ausflüge diesseits und jenseits der Oder.
 
Auf dem Gebiet des Gesundheitswesens gibt es eine Zusammenarbeit zwischen dem Frankfurter Gesundheitsamt und der Partnereinrichtung des Kreises Slubice.
Es werden regelmäßig Quartalsberichte mit Angabe der auf dem jeweiligen Territorium aufgetretenen Anzahl von Infektionskrankheiten ausgetauscht.
Darüber hinaus fand in diesem Jahr wieder ein gemeinsamer Workshop statt. Dabei wurde über die Strategie zum Umgang und zur Bekämpfung der Neuen Influenza diskutiert. Darüber hinaus erfolgen Kontakte aus besonderen Anlässen bei Erkrankungen, bei denen eine grenzüberschreitende Aktivität zu vermuten oder wahrscheinlich ist.
 
In der Zusammenarbeit mit dem Nachbarkreis Slubice besteht die engste Zusammenarbeit (seit Jahren) zwischen den Berufsfeuerwehren der Stadt Frankfurt und des Kreises Slubice. Jährlich wird eine Vereinbarung über Zusammenarbeit unterzeichnet, die Erfahrungsaustausche, gemeinsame Übungen aber auch gemeinsame Feiern beinhaltet.
Die Feuerwehren aus Frankfurt (O) und Slubice werden im Jahr 2011 gemeinsam die Internationale Feuerwehrsternfahrt ausrichten, die alle zwei Jahre in einer anderen Stadt stattfindet. Es ist das erste Mal in der Geschichte der Sternfahrt, dass dieses Ereignis in zwei Ländern stattfindet. Inzwischen laufen die Vorbereitungen zu diesem Ereignis auf Hochtouren. Dazu wurden mehrere gemeinsame deutsch-polnische Arbeitsgruppen gebildet, die regelmäßig zusammentreffen, um die notwendigen Arbeiten zu organisieren und zu koordinieren.
Im Juni fand eine gemeinsame Ausbildung im Höhenrettungsdienst der Berufsfeuerwehren Frankfurt (Oder) und Slubice statt. Ziel der Ausbildung ist die Schaffung einer gemeinsamen Gruppe des Höherettungsdienstes.
Es gab wiederum gemeinsame Übungen z.B. im Gewässerschutz oder zur Zusammenarbeit mit den verschiedenen Hilfsorganisationen ebenso wie Workshops zu interessierenden Themen.
Auch die Kameraden der Witebsker Feuerwehr waren in diesem Jahr wieder zu Gast in Frankfurt (Oder).
 
Auf der Frankfurter „Oderlandmesse“ im Oktober sind die Städte Frankfurt und Slubice regelmäßig auf einem gemeinsamen Stand vertreten.
Polnische Firmen sind in immer stärkerem Maße auf allen Messen vertreten, so auch auf dem Messetrio: „Aktiv und Gesund“, „Weihnachten“, und „Food & Taste“, das in diesem Jahr bereits zum fünften Mal stattfand.
Der diesjährige Frankfurter Weihnachtsmarkt wurde bereits zum vierten Mal als deutsch-polnischer Weihnachtsmarkt gestaltet, auf dem wieder polnische Händler vertreten waren und polnische Kulturgruppen auftraten.
 
Der Frankfurter Tourismusverein stellte gemeinsam mit seinen Slubicer Partnern ein zweisprachiges Gastgeberverzeichnis für beide Städte vor.
 
Seit einigen Jahren werden in Frankfurt (Oder) Stolpersteine verlegt. Dabei handelt es sich um ein Projekt des Künstlers Gunter Demnig. Mit diesen Gedenktafeln soll an das Schicksal der Menschen erinnert werden, die von Nationalsozialisten ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Freitod getrieben wurden. In diesem Jahr wurde erstmals auch im polnischen Slubice ein Stolperstein verlegt, der auch dort an Verfolgte des Nazi-Regimes erinnert. Dieser erste Slubicer Stolperstein erinnert an den Gewerkschafter Karl Ritter, der in der ehemaligen Dammvorstadt von Frankfurt gelebt hat und 1933 im Konzentrationslager Sonnenburg ums Leben kam.
 
Seit 2004 sind deutsche und polnische Polizeibeamte gemeinsam im Streifendienst im Grenzgebiet unterwegs. Zwei Frankfurter Revierpolizisten und eine Fahrradstreife patroullieren gemeinsam mit Kollegen aus Slubice in Uniform und mit der Waffe im Halfter auch durch die Straßen von Slubice. Im Jahr 2008 waren sie 135 Tage als Team im Einsatz.
Es gibt eine deutsch-polnische Kontaktstelle der Polizei in Frankfurt (Oder). Beim Frankfurter Polizeipräsidium gibt es einen Beauftragten für deutsch-polnische Beziehungen, der für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit den angrenzenden polnischen Polizeikommandanturen zuständig ist.
Seit dem Beitritt Polens zum Schengener Abkommen im Dezember 2007 arbeitet eine gemischt besetzte Dienststelle mit dem Namen „Gemeinsames Zentrum der deutsch-polnischen Polizei- und Zollzusammenarbeit" im polnischen Swiecko, am ehemaligen Grenzübergang an der Autobahn. Eine Schwerpunktaufgabe dieses Gemeinsamen Zentrums ist die Bearbeitung von Ersuchen/Anfragen im Rahmen der polizeilichen Rechtshilfe.
Die Polizei aus Brandenburg / Frankfurt (Oder) hat genauso wie die Feuerwehrleute der Region in diesem Jahr wiederum die polnischen Kollegen bei der Absicherung der Massenveranstaltung „Haltestelle Woodstock“ im polnischen Kostrzyn unterstützt.
 
Seit 1992 gibt es bereits Kontakte der Frankfurter Agentur für Arbeit mit dem Arbeitsamt des Kreises Slubice. Sie wird im kommenden Jahr noch vertieft. Beide Einrichtungen bereiten sich auf die Öffnung des Arbeitsmarktes für polnische Arbeitnehmer im Mai 2011 vor.
So gibt es seit langem regelmäßige monatliche Treffen und Hospitationen der Mitarbeiter. Gearbeitet wird derzeit an einer deutsch-polnischen Internetseite für die Region.
 
Im Rahmen der Vereinbarung über die städtepartnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Frankfurt (Oder) und dem belarussischen Witebsk reiste im Juli eine Delegation der Stadt Frankfurt (Oder) unter Leitung der Bürgermeisterin nach Witebsk, um an den Veranstaltungen des Kulturfestivals „Slawischer Markt“ teilzunehmen. Gleichzeitig wurde auch von beiden Stadtoberhäuptern eine Vereinbarung über die Zusammenarbeit bis 2010 unterschrieben, die vielfältige Maßnahmen u.a. im Bereich Kultur, Sport, Wirtschaft enthält.
Bereits im Mai fuhr eine Gruppe von Frankfurtern nach Witebsk, um die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit in den Bereichen Sport, Jugend, Tourismus zu prüfen.
Zum Festakt anlässlich der vollständigen Fertigstellung der restaurierten Fenster der Frankfurter Marienkirche trat das Witebsker Showballett „Sensation“ auf, das mit seinen Darbietungen bereits im vergangenen Jahr beim Stadtfest in Frankfurt (Oder) und Slubice die Zuschauer begeistert hat.
 
In der Stadt Frankfurt (Oder) gibt es weitere vielfältige internationale Beziehungen, die in diesem Bericht nur am Rande erwähnt sein sollen.
Der Internationale Bund in Frankfurt (Oder) war im Juli Gastgeber für 60 junge Leute aus zehn europäischen Ländern, die an einer europäischen Jugendkonferenz teilnahmen. Die Konferenz wurde von der europäischen Dachorganisation EFYSO durchgeführt.
 
Die IHK Ostbrandenburg hatte im Februar unter dem Motto „Wohnungswirtschaft im Fokus: EU-Projektansätze beiderseits der Oder“ deutsch-polnische Fachleute nach Frankfurt zu einer Diskussion eingeladen. Auf der Tagesordnung standen vor allem der Themenkomplex Informationstechnologie sowie Lösungen für Müllentsorgung und Energiesparen.
 
Die Frankfurter Europa Universität Viadrina hat 5.000 Studierende aus 75 Ländern, wobei mit einem Drittel der Studentenschaft die polnischen Studierenden den Hauptanteil ausmachen. Internationale Studentenorganisationen wirken erfolgreich an der Viadrina: die Interstudis, Elsa, Spotkanie, Lahoda, AEGEE, AIESEC und der international besetzte AStA.
Die Viadrina kooperiert mit mehr als 140 akademischen Institutionen weltweit, die Studenten leben und studieren auf beiden Seiten der Grenze.
Die Universität arbeitet in enger Partnerschaft mit dem Collegium Polonicum in Slubice, einer gemeinsamen Einrichtung der Viadrina und der Adam- Mickiewicz Universität Poznan.
 
Der Verein „Institut für angewandte Geschichte – Wissenschaft und Gesellschaft im Dialog e.V.“ , der an der Europa-Universität besteht, hat im Februar ein Vernetzungstreffen für Multiplikatoren der politischen und historischen Erwachseenbildung sowie interessierte Bürger aus Brandenburg und der Wojewodschaft Lubuskie organisiert. Ziel der Veranstaltung war die Vernetzung zivilgesellschaftlicher Akteure auf beiden Seiten der Oder, die sich in Brandenburg und in der Wojewodschaft Lubuskie mit Themen der Geschichte, Erinnerung und Aneignung kulturellen Erbes auseinandersetzen.
 
Frankfurt (Oder), den 13.12.2009
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